Startseite > Jugendschutz, Newskommentare, Piraten, Politik, Sonstiges, Statische Tags, Unsinn, Zensur > ENDLICH BEWIESEN: Killerspiele schützen vor Amokläufen

ENDLICH BEWIESEN: Killerspiele schützen vor Amokläufen

Beim Amokläufer aus Blacksburg, Virginia wurden keine Computerspiele gefunden, also auch keine “Killerspiele” und kein “Counterstrike”. In den letzten fünf Jahren gab es laut Wikipedia noch zwei weitere bekannte, größere Amokläufe (Erfurt und Emsdetten) – bei den Tätern dieser Amokläufe wurde “Counter-Strike” gefunden. Von den Amokläufern der größeren und bekannteren Amokläufe der letzten 5 Jahre hatten also 66,7% dieses Spiel auf dem Computer. Dieser Beitrag wartete lange auf seine Veröffentlichung, weil mir Zahlen mit einer zitierfähigen Quelle gefehlt haben. Ich habe schon überlegt, den Entwurf zu löschen und die Idee zu vergessen, aber Pfeiffer, ein erbitterter Killerspielgegner, hat nun glücklicherweise gesagt:

von 14- bis 15-jährigen Jungen hatten 82 Prozent Erfahrungen mit Spielen, die keine Jugendfreigabe erhalten haben

Diese Zahlen habe ich nicht erfunden, sie stammen sogar von einem Gegner der Killerspiele! (Klar werden sie übertrieben sein – aber wenn ich die Zahlen von Pfeiffer nutzen kann, um seine eigene Position zu widerlegen, hat er zwei Möglichkeiten: gearscht sein oder behaupten, dass er die Zahlen geschönt hat) Man kann also recht sicher davon ausgehen, dass in der typischen Altersklasse von Amokläufern über 80% der männlichen Jugendlichen “Killerspiele” besitzen (zu Bedenken ist, dass der Begriff “Killerspiel” weiter gefasst ist als “Spiel ohne Jugendfreigabe” – nach Meinung der CSU würde vermutlich sogar Age of Empires darunter fallen)

Damit steht fest: Über 80% der nicht Amok gelaufenen normalen männlichen Jugendlichen im Alter von 18-23 Jahren (übliches Alter von Amokläufern) haben Killerspiele. Unter den Amokläufern lag dieser Anteil bei unter 70%. Somit ist klar: “Killerspiele” verhindern Amokläufe!

Natürlich ist die obige Begründung völliger Unfung. Aus drei Fällen kann man absolut keine brauchbaren statistischen Schlüsse ziehen, und es dürften noch andere Fehler drin sein. Aber genauso ist es völliger Unsinn zu behaupten, dass “Killerspiele” Amokläufe fördern, und mit genauso “sinnvollen” und “korrekten” Methoden wie oben gezeigt argumentieren Killerspielgegner.

About these ads
  1. christopher
    2007-05-12 um 13:08 UTC

    Also so spontan finde ich, das das das doch sehr aussagekräftige, repräsentative Zahlen sind. :D

    Der Einzelfall ist nun einmal das Wichtigste im Vergleich zu zig Millionen Computerspielern weltweit.

  2. 2007-05-12 um 15:45 UTC

    Du vergisst, dass er Kontakt auch an den Rechnern von Freunden oder im INet Cafe gehabt haben kann.

    Dennoch eine saubere Leistung den Pfeiffer mit seinen eigenen Zahlen geschlagen zu haben!

  3. 2007-05-12 um 18:04 UTC

    feinfein ;-)
    pwned…

  4. 2007-12-31 um 19:53 UTC

    Die Spiele sind nicht schuld. Es liegt immer an der Gesellschaft.

  1. 2007-05-12 um 18:44 UTC

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 106 Followern an

%d Bloggern gefällt das: