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Archive for 2006-06-03

Jetzt nur noch 9 statt 4 EUR

2006-06-03 1 Kommentar

Ich glaub Fernsehen ist echt nichts mehr für mich. Im Internet bekomme ich von der ganzen Werbung dank Adblock fast nichts mehr mit. Aber im Fernsehen nervt sie – trotz Laptop im Vordergrund (WLAN hat doch seine Vorteile). Die "Sparabos" einer gewissen Firma mit fünf Buchstaben sind inzwischen wohl so bekannt, dass keiner mehr darauf reinfällt. Deswegen wirbt jetzt eine andere Firma, die zwar nur drei Buchstaben als Namen hat, sich sonst aber wohl nicht sonderlich von der mit fünf Buchstaben unterscheidet, damit, dass sie ein viel besseres Angebot hat. Anderswo muss man laut dieser Werbung vier Euro für einen "Realtone" bezahlen. (Was recht selten ist, meist darf man sich gerne noch zwei weitere Töne dafür runterladen, wenn man darauf kommt, wie das geht. Darauf kommt aber keiner. Denn jeder, der DAS rausfinden kann, nimmt gleich ein Datenkabel. Kostet weniger als ein Klingelton. Und wird nicht im Abo vertickt. Garantiert.) Bei diesem supergünstigen Anbieter zahlt man nur noch 30 cent pro Produkt. Und man bekommt das ganze sogar 30 Tage lang. Also zahlt man statt 4 Euro nur noch 9 Euro. Wenn das mal kein Vorteil ist.

Ich wollte gerade noch herausfinden, ob sich das Abo (hier wird es fairerweise sogar als Club bezeichnet) automatisch verlängert. Die Website des Anbieters brachte mich schnell auf andere Gedanken. Zum Glück hab ich in den letzten zwei Stunden nichts gegessen. Die Farben sind ja eine Sache. Aber das Layout ist etwas durcheinandergeraten (und das nicht nur wegen Adblock, welches dafür sorgt, dass die Hälfte der Seite nur weiß anzeigt) und mit dem Zeichensatz scheint es die Seite auch nicht so zu haben. Mag sein, dass die Seite davon ausgeht, dass ich den IE benutze. Mache ich aber nicht. Vor allem nicht auf Seiten, wo die Hälfte des Inhalts vermutlich durch meine hosts-Datei gefressen wird – die vor allem auf weniger seriöse Werbefirmen getrimmt ist… – oder gar nicht vorhanden ist. Mit strengen Sicherheitseinstellungen wage ich das Experiment im IE-Tab – die zerstückelten Menüs sind jetzt ok, der Zeichensatz nicht. Ich gelangte schließlich doch zum Ziel: Den AGBs. Zitat:

Das neue Club-Modell bietet die M�chkeit, f�en Clubbeitrag von EUR 1,49 innerhalb von 5 Tagen 5 Produkte nach Wahl (beschr㭫t auf zwei Real Music Chart Hits und ein Handy-Spiel) aus dem gesamten Portfolio des Club zed herunterzuladen. Nach Ablauf der 5 Tage verfallen nicht genutzte Credits und das Abonnement wird automatisch um 5 Tage verl㭧ert.

(sic!, ich hoffe, die Sonderzeichen wurden nicht durch WordPress automatisch korrigiert.) Es scheint also, als ob das Werbeangebot im Fernsehen sich von dem im Internet unterscheidet. Oder ich habe (obwohl ich weiß, worauf ich schauen soll, und bei Klingelton nicht an "Cool, kaufen" sondern an "Cool, noch so ne dumme Abzocke" denke) die Werbung nicht schnell genug lesen können, und es gibt gar kein einmonatiges Abo, dass danach – wie man denken könnte, wenn man der netten Stimme, die von "30 Tagen, 30 Produkten redet, glaubt – automatisch endet, sondern ein ganz normales mieses Abzockabo, das keinen Deut besser ist als das von der Firma mit fünf Buchstaben? Ja, DIESMAL hab ich die Werbung genau gelesen. Und genau so ist es. Das "faire" Angebot ist also genauso unfair – nur dass es behauptet, es nicht zu sein. Wunderbares Angebot. Aber wenigstens sind es keine 4 EUR. Es sind nur 1,49. Dafür alle fünf Tage. Macht immer noch ca. 9 EUR pro Monat.

Kategorien:Newskommentare

Vorspann

Was zur Hölle ist das hier? Dieser Link erklärt es – bitte zuerst lesen!

Dies ist der Vorspann des Films – mit allem was dazugehört. Und dazu gehört nun mal ein Spot zur Abschreckung der Raubkopierer. In diesem Spot wird der Raubkopierer auf eine an den Film "Hostel" angelehnte Art grausam ermordet, um größtmöglicht Abschreckung zu erreichen. Es handelt sich um eine Übertreibung, die die Kampange "Hart aber Gerecht" parodiert.

Anti-Raubkopierer-Spot

Ort: Ein kahler, fensterloser Raum mit grauen Wänden, von denen der Putz abblättert. Eine von der Decke lose an einem Kabel hängende Glühbirne spendet ein wenig Licht. Ein Mann sitzt, nur mit einem zerrissenen Unterhemd und einer Unterhose bekleidet, auf einem Stuhl gefesselt. Sein Körper ist übersäht mit Spuren von Misshandlungen, Blut läuft aus seinem Mundwinkel. Entsprechend mitgenommen ist sein Gesichtsausdruck. Er schluchtzt ununterbrochen. Hinter ihm befinden sich zwei vermummte Männer in Tarnanzügen. Der eine steht schräg rechts im Bild hinter ihm und hält eine AK-47, während er geradeaus blickt. Der andere hockt hinter dem Gefesselten und flüstert ihm von dessen rechter Seite mit säuselnder Stimme ins Ohr: "Do you want to tell Mr. Camera why you are here?" Der gefesselte Mann bringt zwischen seinen Schluchtzern mühsam hervor: "I – I downloaded a movie on a peer to peer network". Der Mann direkt hinter ihm nickt, blickt in die Kamera, stellt sich aufrecht hinter sein gefesseltes Opfer und spricht: "Now you know what this guy did. And now I am going to show you, what happens to people that do such things." Der Gefesselte fängt an zu zittern, und zu rufen "No, no, please, no, please, don't do this, no" Der Vermummte hinter ihm zieht langsam ein Messer aus einer Scheide an seinem Gürtel und schneidet dem schreienden Gefesselten damit die Kehle durch. Die Szene wird nach schwarz ausgeblendet, man hört noch ein Röcheln im Hintergrund. Auf dem schwarzen Grund erscheint ein Schriftzug: "Do not pirate movies".

Handys aus!

Zu einem Kinofilm gehört auch ein Hinweis, dass man bitte die Mobiltelefone ausschalten möge. Und wer ist besser dafür geeignet, diese Bitte rüberzubringen als ein brutaler Mörder?

Während der Schriftzug noch zu sehen ist, klingelt ein Handy. Der Raum aus der vorherigen Szene erscheint (das Opfer hängt tot an den Fesseln vom Stuhl herunter), sein Mörder blickt auf und sagt: "Please turn off your mobile phones, would ya?"

Der Anfang

Die Kamera nimmt den kahlen, harten, braunen Boden aus ca. 30 cm Höhe und senkrecht von oben auf. Langsam zu langsamer, bedrückender Musik mit wenigen, seltenen, tiefen Tönen schwenkt sie leicht nach oben. Wenn sie den Boden in einem Winkel von ca. 45 Grad betrachtet, schlägt mit einem entsprechenden Geräusch (sonst ist es absolut still) ein Pfeil von rechts direkt vor der Kamera ein und bleibt in einem Winkel von ca. 45 Grad im Boden stecken. Von links oben hört man eine männliche, militärische Stimme: "Over there!", gefolgt von einem Feuerstoß (drei Schuss) aus einer M16. Stille. Die Patronenhülsen fallen in Zeitlupe klimpernd von oben auf den Boden vor der Kamera und prallen ein wenig ab. Fade to black.

Der Schriftzug "Schejbal productions presents" erscheint und wird bald durch den Schriftzug "2k vs. 0" ersetzt. Die Musik wird dabei ein wenig (aber nur wenig) schneller und höher. Harter cut zur nächsten Szene.

Kategorien:2k vs. 0