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Archive for 2006-06-09

Freie Musik

2006-06-09 2 Kommentare

Ich habe mich immer wieder darüber beschwert, dass freie Musik zu schwer zu finden ist. Jetzt wurde mir in einem Kommentar ein gutes Portal empfohlen. Ich habe daraufhin beschlossen, in diesem Post eine Liste der Portale zu machen. Jeder, der ein solches Portal kennt, kann gerne per Kommentar drauf hinweisen. Bedingungen:

  1. Die Musik ist legal, das hier ist keine Warez-Sammlung! (Das bitte ernst nehmen. Ich will wirklich keine illegale Musik hier sehen. Ja, ich werde bei Verstößen die IP ohne mit der Wimper zu zucken der Polizei geben – ob erst auf Nachfrage oder sofort muss ich mir überlegen! Es gibt genug Warezseiten.)
  2. Die Musik darf von jedem zumindest zu privaten Zwecken frei heruntergeladen werden
  3. Die Musik liegt in einem vernünftigen Format vor (also kein DRM)
  4. Die Seite ist nichtkommerziell (Ein bisschen Werbung ist kein Problem, aber wenn die Seite voll mit Popups, LayerAds, Blinkwerbung, JavaScript-Fenstern etc. ist, hört der Spaß auf)
  5. Es sollte sich um ein Portal handeln, welches VIEL Musik enthält (oder von dem guten Gewissens angenomen werden kann, dass es dies in Zukunft tun wird). Einzelne Seiten von Künstlern, die einige Stücke enthalten (bitte keine Einzelstücke) können vorerst auch gepostet werden, allerdings bitte ich darum, sie eindeutig zu kennzeichnen.

Es kann sein, dass ich die Portale nicht aus dem Kommentaren in den Text übernehme, weil ich auch nicht unendlich viel Zeit hab.

Ergänzungen willkommen und erwünscht!

CC Hits (Blogeinträge darüber: 1)

Auch interessant, wenn auch keine freie Musik, ist magnatune.com, eine Möglichkeit für Kunstler, ihr Werk zu vertreiben, ohne von der Musikindustrie ausgequetscht zu werden.

Kategorien:Newskommentare

Doppelt abkassieren

Internetprovider dienen dazu, Kunden gegen Bezahlung meist uneingeschränkten Zugriff zu allen Webseiten zu bieten. Dafür bekommen sie eigentlich genug Geld von den Kunden. Doch irgendjemand ist wohl auf die Idee gekommen, dass man doch mit unlauteren Methoden mehr Geld verdienen könnte. Man könnte doch ganz einfach die Anbieter von Dienstleistungen im Internet ausquetschen – wer will, dass seine Seite von einem bestimmten Provider aus zugänglich ist, muss an den Provider zahlen.

Um etwas derartiges zu vermeiden, sollte nun zunächst in den USA (in Deutschland ist bisher keiner auf eine derart abartige Idee gekommen, sodass bis jetzt kein Gesetz nötig war) ein Gesetz beschlossen werden, was genau so etwas verbietet. Nun, Pustekuchen. Wie Golem berichtet, haben sich die Internetprovider durchgesetzt.

Meiner Meinung nach ist so etwas Erpressung und sollte genauso behandelt werden: "Entweder sie zahlen uns einen bestimmten Betrag, oder wir sperren unseren Kunden den Zugriff auf ihre Website". Das richtige Vorgehen wäre meiner Meinung nach, nicht zu zahlen, sondern per e-Mail die registrierten Kunden, die den betreffenden, abzockerischen Provider nutzen, zu benachrichtigen: "Leider hat Ihr Internetprovider den Zugang auf unsere Website gesperrt, um von uns Geld zu erpressen. Wir verhandeln nicht mit erpressern. Wenn Sie unseren Service weiter nutzen wollen, suchen Sie sich einen anderen Provider oder beschweren Sie sich bei ihrem bisherigen". Ich denke, dann wär schnell Schluss mit dem Spuk. Und wenn der Provider die Seite von z. B. Amazon sperrt, aber nicht die einen kleineren Buchhändlers (weil er den gar nicht kennt und der nicht genug Geld hat, das man ihm abnehmen könnte), ließe sich sicher über unlauteren Wettbewerb etc. argumentieren und ne schöne Milliardenklage anzetteln. Ich hoffe, dass genau das passiert.

Das Internet basiert darauf, dass jeder auf alles zugreifen kann und keine Unterschiede gemacht werden. Wenn die Provider zensieren wollen, sollten die Unternehmer das nicht unterstützen. Die Kunden müssen klar ihre Meinung sagen.

Ich bin dafür, dass den Providern, die so etwas veranstalten, verboten wird, mit dem Begriff "Internet" zu werben. Denn das, was sie da planen, ist kein Internet mehr! 

Kategorien:Newskommentare