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Archive for 2006-06-22

Neue Copyright-Abartigkeiten

Das Urheberrecht schützt nur Dinge, die eine gewisse Schöpfungshöhe besitzen. Das reicht Fernsehunternehmen nicht, sie wollen ein 50-jähriges Recht auf alles, was sie senden. Damit würde erstens das Copyright extrem verschärft, zweitens könnten die Rechte anderer Urheber verletzt werden: Podcaster befürchten, dass Sender ihre Inhalte nehmen, senden, und damit ein Recht darauf bekommen könnten! (Man stelle es sich vor: Dadurch, dass sie etwas kopieren, erwerben sie die Rechte daran und der Urheber verliert sie!)

Auch wenn ich absolut nicht weiß, wie so etwas möglich sein soll, es scheint so zu sein. (Eigentlich müsste die Verwendung von GPL-Inhalten illegal werden, sobald sich die Sender so die Rechte daran aneignen, da die Lizenz Verbreitung nur unter freier Lizenz erlaubt)

Eine dearartige Ausweitung wäre eigentlich nicht so katastrophal, wenn sie wirklich nur sie Sender vor Signalpiraterie schützen würde. Sicher ist es nicht korrekt, dass jemand einfach ein komplettes Programm, welches nicht urheberrechtlich geschützt ist, in der Zusammenstellung verbreitet. Aber ich denke, die Vertreter der Sender werden schlau sein und "ganz nebenbei" mal noch ein paar viel weitergehende Rechte "organisieren" und den Wahnsinn fortsetzen, worunter fremde Rechte und die Freiheit von Inhalten und das Internet allgemein leiden werden und neue Möglichkeiten für Abmahn-Abzocker und ähnliche windige Gesellen auftun werden.

Aber leider hören heutzutage vor allem in den USA die Politiker mehr auf die Lobbyisten als auf die Wähler. Die Wähler kann man nämlich mit einer von den Lobbyisten finanzierten Kampange verarschen und so einen besseren Effekt erzielen, wie wenn man saubere Politik nach Wählerinteressen betreibt.

Ideen für einige Patente (1)

2006-06-22 3 Kommentare

Ich habe eine Idee. Man könnnte sie vielleicht patentieren. Allerdings habe ich das nicht vor. Und da ich vermeiden möchte, dass irgendjemand sich so eine Idee patentiert und durch horrende Lizenzgebühren den Preis des Produkts in die Höhe treibt, veröffentliche ich meine Idee lieber (hoffentlich ist es nicht zu spät und jemand hatte die Idee schon).

Ein Laptop- oder PDA-ähnliches Gerät, jedoch ohne Tastatur und Bildschirm, möglichst kompakt. Kann in einem Rucksack, am Gürtel, oder am Körper getragen werden. Daran wird eine Datenbrille, wie es sie bereits gibt, angeschlossen. Alternativ besteht die Möglichkeit, ein externes Display anzuschließen, eventuell nicht nur einen Bildschirm, sondern z. B. auch einen Touchscreen am Handgelenk (dann hätte man quasi das hier [grr. sowas hatte ich mir schon in der Grundschule ausgedacht], nur dass man statt eines ganzen Rechners nur einen Touchscreen am Handgelenk hätte, was sicher angenehmer wäre.) Maussteuerung könnte über den Datenhandschuh geschehen (virtuelles Touchpad Handfläche oder virtueller Trackpoint).

 Als Hardware käme modifizierte PDA- oder Notebook/Subnotebook-Technik in Frage. PDA-Technik ist sehr klein und portabel, Notebook-Technik extrem leistungsfähig. Das Betriebssystem wäre bei Verwendung von PC-basierender Hardware frei wählbar, Linux würde sich anbieten, da man mit einer eingeschränkten Maus- und Tastaturfunktion arbeiten müsste. PC-Hardware hätte den Vorteil leicht erweiterbar zu sein (USB) und eine Vielzahl von Funktionen zu unterstützen.
Als Tastatur käme eine Handschuhtastatur in Frage, die Teile gibt es schon zumindest als Prototyp. Die Datenbrille könnte mit einer Kamera kombiniert werden, die man möglichst noch so kalibrieren könnte, dass der Computer in der Lage ist, Objekte im Gesichtsfeld des Benutzers zu erkennen und passend eine Head-Up-Display-artige Einblendung über die Datenbrille auszugeben. (z. B. Informationen über Geschäfte etc.) Die Kamera könnte auch mit einer starken Zoomfunktion versehen sein, sodass man das System eingeschränkt als Fernglasersatz einsetzen könnte. Die Synchronisation könnte mithilfe existierender Technik zur Blickrichtungsbestimmung erreicht oder ergänzt werden. Insbesondere auch für interessante Computerspiele, die mit der Realität verschmelzen könnten, wäre die Technik interessant, die Hauptaufgabe wäre jedoch die Möglichkeit, z. B. während der Straßenbahnfahrt am Laptop arbeiten zu können. Die Möglichkeiten sind unermesslich: Ein Blogger z. b. könnte direkt von einer Demo in Schrift, Bild und Ton live über WLAN berichten!

Meine Leistung hierbei sind kaum die Einzelkomponenten, sondern die Kombinationen. (Kamera+Datenbrille+PC+Datenhandschuh).  Mit dieser Technik könnte reale und virtuelle Realität verbunden werden und das ganze wäre für jeden bezahlbar. (Bereits heute sollte das System mit einem Verkaufspreis unter 2000 EUR machbar sein, zumal der "Laptop"-Teil ja keinen Bildschirm bräuchte: 1000 EUR Laptop, 600 EUR Datenbrille, 400 EUR Datenhandschuh.)

Die Anbindung könnte über Bluetooth oder Kabel erfolgen. Die Datenbrille sollte möglichst unauffällig sein (normale Brille mit Projektion + Mikrokamera), der Datenhandschuh normales Arbeiten ermöglichen.

Ich denke, ich werde in Zukunft weitere Ideen veröffentlichen, um einer Patentierung meiner Ideen durch andere zuvorzukommen.