Markenmissbrauch

Eingetragene Wortmarken dienen dazu, zu verhindern, dass andere die Bekanntheit eines Produkts für ihre eigenen Produkte missbrauchen. So weit, so gut. Der Missbrauch ist jedoch weniger gut.

1. Möglichkeit: Alles, was auch nur Fragmente der eigenen Marke enthält, egal ob es mit dem eigenen Produkt etwas zu tun hat, wird abgemahnt. Beispiel: Apple reagiert auf alles, was das Wort „Pod“ enthält, aggressiv (siehe Golem-Nachricht). Problem: Pod ist ein normales Wort, noch dazu mit vielen Bedeutungen – siehe englische Wikipedia.

2. Möglichkeit – der Gipfel der Frechheit: Man registriert sich eine Marke auf den Namen eines lange existierenden Programms, und mahnt dann die bisherigen Benutzer ab! (Eigentlich sollte es genau umgekehrt laufen). Beispiel: Abmahn-Masche mit VirtualDub – Golem.de

Meiner Meinung nach wäre das richtige Vorgehen in Fall 1, Apple klarzumachen ,dass wenn sie noch eine solche Abmahnung verschicken, man einen Markeninhaber mit dem Wort „Pod“ mit einem älteren Markenrecht auftreibt, und dann Apple verbietet, „Pod“ in seinen Produkten zu benutzen. Ich stell es mir gerade vor, wie Apple seine gesamten noch nicht verkauften iPods einstampfen muss ;-) – das wäre jedenfalls die gerechte Strafe für so eine Frechheit. Für Fall 2 würde ich einen Widerspruch gegen die Marke, eine Anzeige wegen versuchtem Betrug für die Abmahnungen und für die Markenregistrierung noch ein Verfahren wegen Markenmissbrauch anstreben. Sollte eine angemessene Strafe ergeben und Nachahmer abschrecken. Es wäre ein jedenfalls ein Armutszeugnis für jeden Rechtsstaat, wenn der Abzocker aus Fall 2 erfolgreich wäre.

  1. 2006-08-31 um 10:59 UTC

    Lustig ist das alles nicht mehr. Das ist purer Unsinn.

  2. Bluron Sabani
    2006-12-08 um 18:31 UTC

    Hallo,
    habe eine frage und hoffe sie können mir weiterhelfen. Immer wenn ich eine spyderjacke verkaufen will bei ebay, wird am ende oder mitte der auktion mein artikel von ebay entfernt und es heißt in der mail Markenmissbrauch. Wie ist es bei ihnen an was liegt das?braucht man von dem jeweiligen unternemhem eine lizenz oder was ist damit gemeint?
    danke
    MFG bluron

  3. Jan
    2006-12-08 um 22:32 UTC

    Hi,
    anscheinend wird bei diesen Marken oft mit Fälschungen gehandelt, siehe hier. Wenn du eine original Spyder-Jacke verkaufst (und dabei selbstverständlich darauf hinweist, dass es sich um Originalware handelt, und (falls möglich) das am Besten noch irgendwie belegst, sollte es eigentlich keine Probleme geben. Lies dir bitte diesen Text durch.

    Was du vermutlich auf keinen Fall machen darst, ist, mit der Marke Spyder für nicht-Spyder-Produkte (Fälschungen, andere Jacken) zu werben oder andere Markennamen zu verwenden, um Suchtreffer anzuziehen.

    Vieleicht solltest du einfach bei ebay anrufen oder per Mail nachfragen, was genau du falsch gemacht hättest, du wärest dir keiner Schuld bewusst und würdest es gerne wissen. Dabei würde ich darauf hinweisen, dass es sich um Originalware gehandelt hat. (davon geh ich jetzt mal aus, check das mal. Wenn es Fälschungen waren, vergiss es und versuch lieber nicht die zu verkaufen)

    Ich bin kein Anwalt und kann dir somit auch keine Garantie geben, dass alles so stimmt, aber zumindest wenn es Originaljacken sind, ist ne freundliche Anfrage bei ebay sicher keine schlechte Idee. Versuch vieleicht auch mal zu googeln, wenn dir noch Fragen einfallen, wenn du nix findest, kannst du natürlich gerne hier fragen.

    Gruß
    Jan

  1. 2006-08-17 um 21:19 UTC

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