Warum Aktion „Mikado“ doch nicht so toll war

Vor kurzem berichteten die Medien von einem großen erfolgreichen Schlag gegen Kinderpornografie im Internet. Man hatte kurzerhand alle Kreditkarten in Deutschland darauf untersucht (bzw. die Kreditkartenunternehmen wurden durch Drohungen dazu bewegt, diese Überprüfung vorzunehmen), ob bestimmte Beträge von einem bestimmten Anbieter abgebucht worden waren. Falls ja, war der Kreditkartenbesitzer der Kinderpornografie verdächtig (und galt fast schon als überführt – es gab ja „eindeutige“ Beweise).
Was aber, wenn dabei Fehler passierten? Unmöglich? Anscheinend nicht. Hier die Geschichte eines Mannes, der zu Unrecht verdächtig wurde und eine Hausdurchsuchung abbekam. Was wohl die Nachbarn denken werden? Welche Folgen können solche Irrtümer wohl sonst noch haben? Man will es oft lieber gar nicht erst wissen.
Hier zeigt sich, warum Datenschutz durchaus wichtig ist. Ob die Unternehmen die Kreditkartendaten herausgeben durften, ist strittig – jetzt wird es überprüft, doch es ist schon zu spät.

Den Link zum FAZ-Artikel habe ich über diesen Artikel im law blog bekommen, welches ich meinen Lesern wärmstens empfehlen kann.

UPDATE: Und noch ein Link zum law blog, indem nochmal ein Bericht der Mainpost erwähnt wird, in dem ebenfalls steht, dass „Mikado“ Unschuldige getroffen hat. Im Law blog-Beitrag findet sich auch eine nette Linkliste mit den restlichen Artikeln des Blogs zu diesem Thema.

  1. nosferatu1875
    2007-02-22 um 11:56 UTC

    moin

    es wird halt damit argumentiert,das es sehr wichtig war die ganzen kreditkarten zu untersuchen,wenn man nix zu verbergen hat soll man sich ja auch keine gedanken machen.schließlich wurden die bösen menschen ja auch erwischt…

    aber das man unschuldigen das leben schwer macht,finde ich eine schweinerei!

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