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„Organspenden“ in China

Vor zwei Tagen habe ich Abends bei Kabel1 den Film „Anatomie“ gesehen. Unschöner Horrorthriller. Menschen werden von einigen verrückten Wissenschaftlern „für die Wissenschaft genutzt“, also für abartige Experimente missbraucht. Was ein Glück, dass es nur ein Film ist, dachte ich, setzte mich an meinen Laptop und drückte gemütlich die „Aktualisieren“-Taste bei meinem Feedreader. Ich klickte so durch die Nachrichten, als ich plötzlich auf eine FAZ-Schlagzeile „Zu gesund, um zu leben?“ stieß. Als ich sie öffnete, musste ich sofort an den Film zurückdenken.

Laut dem Artikel hat China ein, ähm, Bilanzproblem. Es gibt kaum freiwillige Organspenden, die meisten Organe kommen von Hingerichteten (davon hat China ja leider genug). Nun scheint es sich herausgestellt zu haben, dass selbst bei großzügig kalkulierten Hinrichtungszahlen immer noch zu viele Organe den Weg in andere Körper finden. Da dazu offenbar auch Organe zählen, die keiner freiwillig hergibt, da sie lebensnotwendig sind, muss es wohl doch mehr Tote geben. Und laut dem Artikel hat eine kanadische Forschergruppe nun herausgefunden, woher diese Organe kommen: China scheint einfach mal so Falun-Gong-Mitglieder (die ja eh politisch verfolgt werden) zu verhaften und zu töten, um an die Organe zu kommen. Obwohl es natürlich möglich ist, dass es sich um Taten von korrupten Ärzten handelt, ist es schon „seltsam“, dass gerade die von der Regierung verfolgten Falun-Gong-Mitglieder als Organ“spender“ herhalten müssen.

Vieles habe ich von China erwartet – „Menschenrechte“ sind dort ja ein Fremdwort. Aber nicht so einen Wahnsinn, der durchaus parallelen zum Holocaust zulässt (auch wenn natürlich in weitaus geringerem Ausmaß).

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