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Kauf das und rette die Umwelt

Der Umweltschutz-Hype nimmt immer neue Formen an. Egal ob der Klimawandel echt, übertrieben oder völliger Unfug ist, der Hype ist übertrieben und die Arten, auf die er ausgenutzt wird, sind nicht mehr lustig.

Wenn mit dem Klimaschutz begründet wird, man solle ein benzinsparendes Auto kaufen, ok. Wenn damit begründet wird, dass man jetzt sofort das neueste Stromspar-Hilfsmittel braucht, welches vor dem Hype undenkbar gewesen wäre, ok. Aber jetzt soll man sich ein SodaClub-Gerät kaufen, um die Umwelt zu schützen. Wieso? Na weil ja dann die Transportkosten für das Mineralwasser wegfallen.

Bald werden dann wohl mit Hilfe des (Schein-)Arguments „Umweltschutz“ auch Digitalkameras („Durch den Verzicht auf Film schützen Sie die Umwelt“), Faxgeräte („Wissen Sie, wie viel CO2 die Postbeförderung verursacht?“), Büchereien („Die Herstellung eines Buches tötet 5 Bäume. Helfen Sie mit, unnötige Bücher zu vermeiden“) und Handy-Klingeltöne (wie man das erklären will, weiß ich nicht, aber irgendeiner Marketingabteilung fällt schon was ein) vermarktet.

Hm, so schlecht ist das Ganze ja auch nicht, Politik könnte man so eigentlich auch betreiben – wie viel Strom verbrauchen eigentlich die ganzen Überwachungskameras? Mal schauen: 4,2 Millionen Kameras in Großbritannien, noch sehr günstig geschätzte 30 Watt pro Kamera, macht 126 Megawatt, die eingespart werden könnten, wenn man alle Überwachungskameras nur in Großbritannien abschalten würde. Das entspricht ungefähr der Leistung eines kleinen Atomkraftwerks!

  1. Lutz
    2007-09-22 um 09:12 UTC

    Das Ersetzen von existierenden Gütern durch neue ist immer problematisch, auch wenn die neuen einen geringeren Verbrauch haben. Bei der Abwägung für oder gegen die Anschaffung eines neuen Gutes und die Verschrottung eines alten muss der ökologische Rucksack beider Güter berücksichtigt werden: Spart das neue Gut über seine gesamte Lebenszeit hinweg mehr Ressourcen, als das alte in seiner verbleibenden Lebenseit noch benötigen wird? Nur dann ist der Ersatz sinnvoll.

    In diesem Sinn ist auch die Propaganda der deutschen Automobilbauer zu betrachten, die uns jetzt zum Kauf von neuen, verbrauchsärmeren Autos raten. Nie wird allerdings in diesen Empfehlungen berücksichtigt, wie viele Ressource bei der Produktion des neuen Autos verbraucht wurden. Ohne die vollständige Berechnung des ökologischen Rucksacks eines neuen Autos ist es aber nicht möglich, seine Anschaffung für sinnvoll oder nicht sinnvoll zu erklären.

  2. Leo Ramón
    2007-09-22 um 23:15 UTC

    Also bei Handy-Klingeltoenen werden keine CDs mehr gestanzt und verkauft, das spart seehr viel CO2… Und die Musik geht in Arsch xD

    Ich mag deine Argumentationen hehe

  1. 2007-10-28 um 01:27 UTC

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