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„Umweltschonende“ Elektroautos

Lange habe ich mich gewundert, warum die tollen neuen Elektroautos umweltschonender als normale Benzin- und Dieselautos sein sollen. Schließlich wird zuerst im Kraftwerk größtenteils fossiles Brennmaterial in Wärme (Kessel), Wärme in Bewegung (Turbine) und Bewegung in Strom (Generator) umgesetzt. Dieser Strom wird dann über lange Leitungen zu einer Tankstelle bewegt, dort in einem Akku gespeichert, später aus diesem Akku entnommen und in Bewegung umgesetzt. Jeder dieser Schritte ist mit nicht unerheblichen Verlusten verbunden – das ist auch der Grund, warum es billiger ist, mit Gas zu heizen als mit Strom.

Zwar können Kraftwerke einen größeren Wirkungsgrad erzielen als einzelne Motoren (weil einfach viel größere Mengen zentral umgesetzt werden und die Verlustanteile relativ klein gehalten werden können). Weiterhin sind Elektromotoren effizienter als Benzinmotoren. Aber es hätte mich gewundert, wenn das die Verluste durch Energieerzeugung, -rückumwandlung, -transport und vor allem -speicherung wieder wettmacht. (Bei elektrischen Lokomotiven fällt die verlustreiche Speicherung weg, wodurch es sich dort eher lohnt, außerdem können Verbrennungsmotoren dort aufgrund der hohen zum Anfahren nötigen Kraft nur vergleichsweise schwer eingesetzt werden.)

Überraschung – nun hat Greenpeace die Elektroautos aus genau diesem Grund kritisiert – sie sind gar nicht so umweltschonend, wie sie immer dargestellt wurden.

Der Hauptvorteil von Elektroautos ist im Moment meiner Meinung nach, dass der Strom alternativ erzeugt werden kann. Dabei denke ich allerdings eher weniger an regenerative Energien wie Wind- und Wasserkraft, sondern mehr an Fusionsenergie, nur bis es soweit ist, vergehen noch ein paar Jahrzehnte.

  1. fabiank22
    2008-11-28 um 15:09 UTC

    Naja, wir reden hier über eine Technologie die so gut wie garnicht im Einsatz ist…

    Ich weiß das Autobauer derartige Zahle ungern herausgeben, aber ich denke wenn du die bisherigen Investitionen in die Technologie Elektroauto mit denen in nur einer Serie etwa BMW Benzin oder Diesel vergleichst sind diese E-Auto-Zahlen noch verdammt gut.

    Außerdem vergisst du völlig das CO2 leider nicht das einzige Kriterium ist – es ist sogar das umstrittenste. Viel wichtig ist etwa die politisch die schwindende Abhängigkeit von Öl-Fördernden Staaten und das Aufsparen fossiler Brennstoffe für Medikamente und Plastik.
    Mit diesen Gedanken im Hinterkopf zeigt etwa Telepolis das Elektroautos wohl definitiv die Zukunft sind:
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26669/1.html

    Und Zitat Telepolis, welches Greenpeace nicht berücksichtigt:
    „Wie man obiger Grafik entnehmen kann, sind E-Autos in Ortschaften hauptsächlich aus zwei Gründen sparsamer (auf die Engel nicht eingeht): An Ampeln und in Staus wird nämlich so gut wie keine Energie benutzt, und beim Bremsen wird sogar Energie zurück gewonnen. Aber selbst auf Fernstrecken ist der reine E-Betrieb deutlich sparsamer. „Der öffentliche Nah- und Fernverkehr verbraucht derzeit etwas über 15 TWh Strom pro Jahr“, schreibt Engel (in der Studie liegt hier ein Tippfehler vor: 1,5 TWh). Das ist weniger als 3% des Bruttostromverbrauchs. Zum Vergleich: Alleine der Standby-Verbrauch in Haushalten wird auf 20 TWh/Jahr [extern] geschätzt. „

  2. 2008-12-01 um 16:15 UTC

    Das Elektroauto ist vor allem deswegen eine sinnvolle Investition, weil es komplett unabhängig vom Primärenergieträger ist. Benzingetriebene Autos sind abhängig von „natürlichem“ (also rohölbasiertem) oder „synthetischem“ (z.B. Fischer-Tropsch oder ähnliche Verfahren) Benzin. Die Motoren sind aus Effizienz- und Leistungsgründen so optimiert, dass der Kraftstoff kaum Flexibilität aufweist. Rohölbasierte Treibstoffe gehen immer weiter zur Neige, und die Produktion von synthetischen Kraftstoffen ist definitiv mit Verlusten behaftet.
    Hinzu kommt ein Effekt, der hier nicht berücksichtigt wurde. Elektroautos werden bevorzugt über Nacht aufgeladen. Damit kommt Nachtstrom zum Einsatz, wodurch eine bessere Verteilung der Kapazitäten von Kraftwerken möglich ist.

  3. Anonymous
    2008-12-01 um 17:06 UTC

    CO2-neutral ist es übrigens auch, wenn Atomstrom verwendet wird ;-)

  4. 2009-01-17 um 20:38 UTC

    hä?

  5. 2009-04-23 um 19:54 UTC

    Greenpeace hat bei seiner Kritik vieles nicht berücksichtigt. Zb die Möglichkeit der Recubation (Stromrückgewinnung beim Bremsen). Hat schon mal jemand Benzin beim Bremsen zurückgewonnen ? Oder die Möglichkeit von Solarzellen im Autodach usw.

  6. Anonymous
    2011-11-01 um 10:06 UTC

    Was ebenfalls sehr kritisch zu sehen ist, sind die Massen an giftigen, umweltbelastenden Batterien, wenn sie nach ihrem Ableben entsorgt werden müssen.

  1. 2008-11-29 um 14:45 UTC
  2. 2010-03-11 um 13:29 UTC

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