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Absturz/Einfrieren bei Standby und Ruhezustand/Hibernate

2009-03-19 5 Kommentare

Mal was völlig unpolitisches – ein Tipp, der vielleicht auch anderen hilft: Mein Rechner stürzte beim Wechsel in den Standby-Modus oder in den Ruhezustand (Hibernate) oft ab bzw. fror ein. Manchmal zeigte er noch „Standby wird vorbereitet“ bzw. „Ruhezustand wird vorbereitet“ und blieb dann einfach stehen, oder er fror erst ein, nachdem er einen schwarzen Bildschirm angezeigt, aber den Bildschirm noch nicht ganz ausgeschaltet hatte. Beim Ruhezustand wurde der Fortschrittsbalken mit Windows-Logo nicht angezeigt, und in beiden Fällen war ein harter Reset fällig, sodass ich alle offenen Dateien verlor.

Die ganzen üblichen Maßnahmen hatte ich durch, ohne Erfolg:

  • Ruhezustand aus- und wieder einschalten, um die entsprechende Datei neu anzulegen
  • Treiberupdates (gibt es nicht mehr für das alte Gerät)
  • Diverse Microsoft-Hotfixes (es gibt wohl mindestens 3 Stück, siehe hier sowie hier und hier)
  • Festplatte auf Fehler gescannt (Dateisystem ok, keine defekten Sektoren, SMART-Werte perfekt) und defragmentiert (wobei das nicht wirklich eine Hilfsmaßnahme war, war einfach nur gerade fällig)
  • besondere Hardware hatte ich auch nicht angeschlossen gehabt, als es passierte (mit der die dran war hatte es früher immer geklappt)

Woran es lag, wusste ich nicht – mein System ist eine einzige riesige Toolsammlung, und so wie es aussieht installiert sich jedes bessere Tool auch gleich einen Treiber. Dazu noch ein TrueCrypt zur Systemverschlüsselung um das Chaos perfekt zu machen. (Nebenbei: Windows scheint ein echt robustes System zu sein, ich will ein Linux sehen was derart mit zusammengefrickelten Kernelmodulen zugemüllt ist und trotzdem noch ohne Kernel Panic – quasi ein Linux-Bluescreen – durchläuft.)

Schließlich habe ich im Geräte-Manager die erweiterte Ansicht eingeschaltet und fröhlich drauf los gelöscht. Das sollte man tunlichst nur machen, wenn man weiß, was man tut. Wenn man danebengreift, wird man es meist bereuen, wenn man Pech hat auch erst Wochen später, dafür umso mehr. Man sollte nicht wahllos löschen. Wer also keine Ahnung von seinem System hat, sollte dringend die Finger davon lassen. Jedenfalls habe ich die meisten „versteckten“ (also nicht mehr angeschlossenen) USB- und Eingabe/HID-Geräte (und noch einiges mehr) rausgeworfen, die ich vermutlich nicht mehr brauche (z. B. weil mir jemand kurz einen USB-Stick mit Daten geliehen hat). Ich schätze, es werden gut 100 Stück gewesen sein, die sich da angesammelt haben. Windows merkt sich nämlich jede Maus, jeden USB-Stick und überhaupt alles was man mal per USB anschließt, manchmal auch jedes mal neu wenn das Gerät an einem anderen Anschluss angeschlossen wird, und verschluckt sich scheinbar, wenn die Liste zu lang wird. Seit der Aufräumaktion läuft es jedenfalls einwandfrei und vermutlich auch  schneller als vorher.

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