Wie Sofortüberweisung.de funktioniert

Scheinbar wissen viele nicht, wie der Dienst „Sofortüberweisung.de“ funktioniert – denn ich glaube kaum, dass so viele ihn sonst nutzen würden. Der Dienst verspricht, wie der Name schon sagt, sofortige Überweisungen, was beim Online-Shopping dem Händler die (vermeintliche – siehe unten) Garantie gibt, dass die Ware direkt bezahlt ist, und dem Kunden so unter Umständen zu einer kürzeren Lieferzeit verhilft. Im Gegensatz zum Lastschriftverfahren ist eine Überweisung auch nicht (zumindest nicht so leicht und nur innerhalb kurzer Zeit) zurückrufbar.

Wie aber schafft es der Dienst, Überweisungen durchzuführen? Ganz einfach – man gibt ihm seine Onlinebanking-Zugangsdaten. Nein, man loggt sich nicht bei seiner eigenen Bank ein und überweist, man gibt diesem Dienst seine Zugangsdaten für den Onlinebankingzugang. Damit loggt er sich dann bei der Bank ein und führt die Transaktionen durch. Mit Benutzername/Kontonummer und PIN hat der Dienst schonmal weitreichenden Lesezugriff aufs Konto – und wurde vor kurzem dabei erwischt, wie er diesen missbraucht, um die Umsätze der letzten 30 Tage, den Dispokredit, Vorhandensein und Kontostände anderer Konten bei der gleichen Bank und/oder vorgemerkte und ausgeführte Auslandsüberweisungen abzufragen. Das soll nur der Absicherung der Überweisung dienen, was aber nichts daran ändert, dass Sofortüberweisung.de die entsprechenden Informationen abfragt. Mit der eingegebenen TAN wird dann die Überweisung durchgeführt. Technisch läuft die Kommunikation mit der Bank über das HBCI-Protokoll, worüber auch Onlinebanking-Software wie Hibiscus, WISO etc. mit der Bank kommuniziert.

Rein technisch gesehen ist das ganze Verfahren exakt das gleiche, was die ganzen Phishingseiten machen – es werden Zugangsdaten des Nutzers abgefragt und dann verwendet, um eine Transaktion durchzuführen. Bei iTAN wird die Transaktion eben der Bank gegenüber eingeleitet, die Bank sagt, welche iTAN sie möchte, und dann wird diese iTAN abgefragt. Der Nutzer muss darauf vertrauen, dass Sofortüberweisung.de mit der TAN keinen Missbrauch anstellt. Das soll durch ein TÜV-Zertifikat bestätigt werden – es gab allerdings schon zahlreiche Fälle (hier ein anderer TÜV-Verein), wo TÜV-geprüfte Webseiten völliger Murks waren. Diese Zertifikate sind also meiner Meinung nach nicht die Bytes wert, die die PDF-Dateien belegen.

Wenn ein Händler also nur eine Zahlung über Sofortüberweisung anbietet, oder bei anderen Zahlungsmethoden miese Konditionen bietet, kaufe ich eben woanders. Sofortüberweisung ist genauso (un)sicher wie Vorkasse per Überweisung, bietet aus Kundensicht in dem Punkt also keinen Vorteil. Wenn ein Händler Lastschrift anbietet, bevorzuge ich das – kaum Arbeit, sollte es große Probleme mit dem Händler geben (was mir bisher nie passiert ist) kann die Lastschrift zurückgebucht werden und die Missbrauchsgefahr ist nahe Null. Klar kann unberechtigt abgebucht werden, dann wird es eben zurückgebucht – dazu ist die eigene Bank grundsätzlich verpflichtet, egal ob sie sich das Geld vom Händler zurückholen kann oder nicht!

Bei mTAN und chipTAN dürfte das Verfahren ähnlich laufen – die Überweisung wird eingeleitet, bei der chipTAN leitet Sofortüberweisung.de die Challenge weiter, der Nutzer gibt die TAN vom Handy/Generator an Sofortüberweisung. Hier ist wenigstens sichergestellt, dass keine falsche Überweisung aufgegeben werden kann – die PIN kann allerdings immer noch benutzt werden, um – wie im oben genannten Fall geschehen – das Konto auszuspähen!

Diese Funktionsweise hängt Sofortüberweisung natürlich nicht an die große Glocke (natürlich steht das alles irgendwo – aber irgendwo wo es keiner liest), und setzt darauf, dass Nutzer sich schon nicht so recht informieren oder es ihnen egal ist. Die Weitergabe von Logindaten an fremde Webseiten verstößt in der Regel gegen Banken-AGB. Diesen Punkt hat das Kartellamt übrigens in einer grandiosen Fehlentscheidung bemängelt, denn viele Banken bieten einen ähnlichen Dienst selbst unter dem Namen GiroPay an. Dieser hat höhere Transaktionsgebühren, wird jedoch von den Banken selbst betrieben und unterscheidet sich in einem „klitzekleinen“ Detail: Der Kunde loggt sich bei seiner eigenen Bank in sein Onlinebanking ein, und die Bank bestätigt dann die Überweisung. Die Logindaten gehen also nicht an eine dritte Partei, in deren Hände sie nicht gehören.

Die Banken hätten also einerseits ein wirtschaftliches Interesse, Sofortüberweisung zu behindern, riskieren dabei allerdings juristische Probleme – weswegen z. B. die Postbank den Laden auch nicht technisch aussperrt. Wäre ich zuständiger für die Online-Sicherheit einer Bank und hätte das unabhängig von den wirtschaftlichen/rechtlichen Sachen zu entscheiden, würde ich die IPs von Sofortüberweisung regelmäßig in die Firewalls stopfen, und die bis zur Erkennung als IP von Sofortüberweisung eingereichten, aber noch nicht durchgeführten Überweisungsaufträge stornieren (mit Benachrichtigung des Kunden, aber ohne Benachrichtigung von Sofortüberweisung) – der Laden müsste dann zusehen, wie er sein Geld vom Kunden bekommt, vor allem, nachdem dieser einen bösen Brief von seiner Bank erhalten hat. Es wäre natürlich auch denkbar, dem Kunden einfach den Onlinezugang wegen Missbrauch zu sperren. Ehrlich gesagt überrascht es mich massiv, dass das nicht durch irgendwelche automatischen Systeme, denen das hohe Transaktionsvolumen auffällt, geschehen ist. Die vereinzelten Posts in Foren, wo behauptet wird, dass Leuten wegen der Nutzung von Sofortüberweisung.de (d.h. unberechtigter Weitergabe von Zugangsdaten) die Onlinebankingzugänge oder gar Konten gekündigt werden, sind bisher (leider, muss man sagen) vermutlich eher Falschmeldungen, das kann sich aber natürlich noch ändern. In Foren als Möglichkeit erwähnt und durchaus denkbar ist es, dass die Banken protokollieren, wer derart gegen AGB verstößt, und im Falle eines Schadens (z. B. durch Phishing) das Verhalten des Kunden als Argument benutzen, um den Schaden nicht auszugleichen. Sofortüberweisung.de „empfiehlt“ den Shopbetreibern, um Abmahnungen durch Verbraucherzentralen zu vermeiden, zu Erklärungen von Sofortüberweisung einen Text hinzuzufügen, in dem zwischen viel wiederholendem Geschwurbel steht:

Vorsorglich weisen wir dennoch darauf hin, dass es in Deutschland Banken und Sparkassen gibt, die davon ausgehen, dass die Nutzung von sofortüberweisung.de wegen der Verwendung von PIN und TAN außerhalb der eigenen Online-Banking-Systeme bei etwaigen Missbrauchsfällen zu einer Haftungsverlagerung führen kann. Dies kann bedeuten, dass im Missbrauchsfall die Bank sich weigert, den Schaden für den Endkunden zu übernehmen und der Endverbraucher den Schaden zu tragen hat.

Für Händler hat das Verfahren neben der Abmahngefahr außerdem noch das Problem, dass die Überweisung keineswegs so garantiert ist wie angedeutet wird – Sofortüberweisung bestätigt nur, dass die Überweisung abgeschickt wurde. Wenn der Kunde die Überweisung direkt danach bei der Bank widerruft, oder die Bank sich einfach entscheidet, die Überweisungen zu stornieren, dürfte der Händler seinem Geld wohl hinterherlaufen.

Giropay hat übrigens auch ein Problem, ist nämlich bei unvorsichtigen Nutzern besonders anfällig gegen Phishing. Der Nutzer wird von einer Drittwebsite (Onlineshop) auf sein Onlinebanking umgeleitet und soll sich dort einloggen. Der Onlineshop könnte den Nutzer nun auf eine Phishingseite umleiten. Wenn der Nutzer weiß, wie Giropay zu funktionieren hat (d.h. Login erfolgt auf der eigenen Bankwebsite) und er (z. B. über das SSL-Zertifikat) prüft, dass er sich auf der richtigen Website befindet, würde er so etwas natürlich erkennen. Ich weiß das, weiß wie ich das prüfen kann, und tue es auch konsequent – ich bezweifle jedoch, dass das auf Otto Normalnutzer auch zutrifft. Das ließe sich mit ein wenig Aufklärung aber wahrscheinlich korrigieren, denn die Nutzer sind inzwischen für Sicherheitsthemen gerade beim Onlinebanking sensibilisiert. Das gleiche Problem (mit der gleichen Lösung) gibt es übrigens auch beim Verified-by-Visa-Programm für Kreditkarten (bei Online-Kreditkartenzahlungen muss man sich bei Visa einloggen, somit sind Zahlungen nur mit den Infos die der Händler klauen kann nicht mehr mögich) sowie beim Authentifizierungsverfahren OpenID – und natürlich bei Sofortüberweisung, wo ein „Phishing-Angriff“ sogar mehr oder weniger Teil des Verfahrens ist.

Und nein, ich bekomme für diesen Artikel weder Geld noch habe ich irgendwas mit Giropay oder sonstigen Online-Zahlungssystemen zu tun. Es regt mich „nur“ tierisch auf, wenn das Verletzen grundlegener Sicherheitskonzepte zum Geschäftsmodell gemacht wird. Wenn man sich die Kommentare im Heiseforum zur Entscheidung des Kartellamts anschaut, bin ich offensichtlich nicht der einzige.

Zusammenfassung:

Probleme für Kunden

  • Kontoumsätze wurden und werden abgefragt
  • Missbrauch möglich
  • Keine Rückbuchung bei Problemen mit Händler (wie bei normaler Vorkasse auch)
  • AGB-Verstoß gegen Bank-AGB
    • Bank könnte Haftung bei Missbrauch (auch in unabhängigen Fällen!) verweigern
    • Onlinebanking-Sperrung denkbar

Probleme für Händler

  • Verlust von Kunden die wissen wie das Verfahren funktioniert und es daher nicht nutzen wollen oder es gar als unseriös ansehen
  • Abmahngefahr durch Verbraucherzentralen
  • Zahlungen sind keineswegs garantiert!
  1. 2011-06-05 um 01:28 UTC

    Betrachten wir das Ganze mal aus Händlersicht:

    Ich betreibe einen Online-Shop, in dem ich ausschließlich Zahlung per Vorkasse anbiete. Warum? Weil „die Allgemeinheit“ zum Teil aus seltsamen Typen besteht. Jeder Shopbetreiber kann davon ein Lied singen: Kunden, die ihre eigene Adresse nicht so angeben können, dass sie vom Paketdienst gefunden werden. Kunden, die allen Ernstes glauben, man würde die Sendungen deutschlandweit persönlich ausliefern. Kunden, die wichtige Hinweise grundsätzlich nicht lesen, egal wie deutlich man sie hervorhebt. Kunden, die bei Überweisungen Zahlendreher produzieren oder versehentlich statt 11,00 EUR 1100 EUR überweisen. Ach so: Profi-Juristen sind viele Kunden auch…

    Ich erinnere an das Wetter im Dezember. Wenn ganze Bundesländer die Straßen für LKW dicht machen, wenn Leute so eingeschneit sind, dass sie selbst das Auto nicht mehr bewegen können – dann erwarten sie immer noch, dass eine Paketsendung von heute auf morgen zugestellt wird. Schließlich ist ja bald Weihnachten. Und wenn die am 22.12. bestellte Sendung am 24.12. nicht ankommt? Dann ist der Händler ein Verbrecher, der uns mutwillig die Weihnachtsfreude versaut hat, und wir holen uns deshalb erst einmal aus Prinzip die Lastschrift zurück. Soll er sehen, wie er an sein Geld kommt, verdient hat er es eh nicht!
    Klingt überzogen, ich bekomme entsprechende Drohungen vor Weihnachten aber leider regelmäßig, weil die Leute nicht wissen, dass Überweisungen dummerweise eben nicht zurückgeholt werden können.

    Kurz: Ich will niemanden übers Ohr hauen, betrügen oder mich mit dem ergaunerten Geld ins Ausland absetzen, aber mit Vorkasse hat man das Geld wenigstens erst einmal in der Hand. Probleme kann man dann immer noch in aller Ruhe klären, und man muss sich nicht mit Drohungen und Ultimaten von Psychopathen herumschlagen. In sieben Jahren habe ich nur einen Kunden unzufrieden zurückgelassen, und der wollte einfach nicht einsehen, dass von einem fremden Konto und ohne Verwendungszweck überwiesenes Geld seiner Bestellung auch beim besten Willen nicht sofort zuzuordnen war.

    Klar, man kann Lastschrift bzw. Rechnungskauf auch absichern, das kostet etwa 5-6% der Brutto-Rechnungssumme zzgl. eventueller Bearbeitungsgebühren für Transaktionsstorni. Aber wer soll das bezahlen? Wenn ich 5-6% des Brutto(!)betrags „übrig“ hätte, würde ich die Preise im Online-Shop oder die Versandkosten reduzieren. Und wenn ein Kunde bei so einem abgesicherten Kauf nicht rechtzeitig zahlt, hat er außerdem sofort das Inkasso im Genick, dessen Geschäftsgebaren auf mich als Händler zurückfällt, mit dem ich aber nichts zu tun habe, weil ich die Forderung schon beim Kauf abgetreten habe (was der Kunde natürlich wie üblich überlesen hat).

    Man könnte die Gebühren auch direkt an die Kunden durchreichen, sozusagen als optionalen Aufpreis für besonders schnelle oder komfortable Zahlungsarten. Blöd, dass das von den meisten Anbietern in den Geschäftsbedingungen untersagt wird. Deren Geschäfsmodell ist nämlich, Panik im Volk zu schüren, sich selbst als vermeintlich kostenlose und sichere Alternative darzustellen, und dann Unsummen vom Händler zu kassieren. Das machen Visa und Mastercard schon seit Jahrzehnten mit dem stationären Handel, und wenn alle Händler diese Zahlungskosten einfach 1:1 auf die Kunden umlegen würden, wäre der Spuk ganz schnell zu Ende. So aber werden die Kosten einfach eingepreist oder in überhöhten Versandkosten versteckt, so dass auch die Kunden, die mit für den Händler billigeren Zahlungsarten bezahlen, solche Wucherkosten quersubventionieren. Bei Kreditkartenzahlung sind 0,20 EUR + 3,5% des Betrags bei Absicherung gegen ungerechtfertiges Kundenstorno günstig. Das sind auf 10 EUR Rechnungsbetrag 55 Cent, auf 50 EUR Rechnungsbetrag 1,95 EUR!

    Ebenso unbrauchbar sind PayPal, Click & Buy und Konsorten. Am Ende rennt man seinem Geld hinterher, das sich sofort nach Gutschrift auf dem Providerkonto in „E-Geld“ verwandelt, das in England reguliert wird und von keinem Sicherungsfonds oder sonstigem Schutzmechanismus erfasst wird. Ich kann doch als Händler nicht mit einem Dienstleister zusammenarbeiten, der mir einseitig das komplette Risiko auferlegt. Wenn es gut läuft, soll ich horrende Zahlungsprovisionen bezahlen, wenn es schief läuft, trage ich den Schaden selbst und muss im Ausland klagen, weil der Provider nach Gutsherrenart Konten sperrt oder Zahlungen zurückbucht.

    Die Banken versagen in Deutschland auf der ganzen Linie, weil sie es nicht schaffen, eine kostenlose signierte Überweisungsbestätigung routinemäßig zur Verfügung zu stellen. Das würde die nur ein müdes Lächeln kosten, denn unsigniert kann mach sich eigentlich bei jeder Bank eine Bestätigung herunterladen. Signatur drunter, fertig.
    Von dieser Unfähigkeit profitieren Dienste wie sofortueberweisung.de, die letztendlich etwa 1% vom Transaktionsbetrag nehmen, nur um dieses eigentlich selbstverständliche Servicemerkmal zu ergänzen – und sich dabei nolens volens Zugang zu den Kontodaten verschaffen müssen. Ich behaupte nicht, dass das ein ideales Verfahren ist, aber Schuld hat nicht sofortueberweisung.de, Schuld haben die Banken, die keine signierten Bestätigungen produzieren wollen und sich stattdessen lieber mir ihrem überteuerten giropay-Verfahren durch die Instanzen klagen.

    Und die Verbraucherschützer (echt oder selbsternannt) könnten statt der pauschalen „Im Internet gibt es nur Verbrecher, zahlen Sie nie per Vorkasse“-Leier ihre Kundschaft wenigstens zum Mitdenken anregen.
    JA, wenn ich bei saufenbiszumumfallen3345 auf eBay für 500 EUR einen PC gekauft habe, zahle ich nicht per Vorkasse.
    JA, wenn ich bei yinyang-import-export.cn ein niegelnagelneues iPhone für 99 EUR bestellt habe, zahle ich nicht per Vorkasse.
    ABER wenn ich bei einem Händler Spielzeug für 20 EUR bestelle, dessen Shop nachweisbar seit über fünf Jahren an ein- und derselben Stelle zu finden ist, dann kann ich wenigstens mal kurz darüber nachdenken, ob sich Vorkassebetrug für diesen Händler wirklich lohnt, wie viele Kunden er übers Ohr hauen muss, um auf substantielle Beträge zu kommen, und ob es nicht auch andere gute Gründe gibt, warum ein Händler im Shop nur Vorkassezahlung anbietet.

  2. Anonymous
    2011-08-18 um 15:34 UTC

    sehr gutes posting

  3. Anonymous
    2011-12-07 um 17:17 UTC

    Tja,DA HAT ER UNEINGESCHRÄNKT RECHT — Leute gibt´s!?

  4. Mike
    2012-08-13 um 06:19 UTC

    Ja alles istsooo schlecht.

  5. Anonymous
    2013-01-05 um 02:54 UTC

    Ich hab vorhin über eine Stunde die AGB von sofortüberweisung auf deren Website gesucht… schon komisch das man erst nochmal ne Stunde googeln muß um die zu finden^^

    Der erste Kommentar ist gut geschrieben und auch absolut nachvollziehbar, es hat halt jede Medaille zwei Seiten. In einem Punkt jedoch kann ich so nicht mitgehen:
    „ABER wenn ich bei einem Händler Spielzeug für 20 EUR bestelle, dessen Shop nachweisbar seit über fünf Jahren an ein- und derselben Stelle zu finden ist, dann kann ich wenigstens mal kurz darüber nachdenken, ob sich Vorkassebetrug für diesen Händler wirklich lohnt, wie viele Kunden er übers Ohr hauen muss, um auf substantielle Beträge zu kommen, und ob es nicht auch andere gute Gründe gibt, warum ein Händler im Shop nur Vorkassezahlung anbietet.“

    Wenn es wirklich zutrifft das ich WEISS das shop xyz seit 20 Jahren an selber Ort und Stelle ist, warum sollte ich mir dann die Mühe sparen dort einfach mal vorbeizugehen und das ganze „offline“ zu erwerben? Da finden sich Möglichkeiten den Weg ggf. auch mit einem andren zu verbinden wenns gar zu weit ist.
    Auch scheint mir dies alles ziemlich wertlos wenn die Seite dieses Shops „gephisht“ wird ;)

  6. 2013-01-05 um 18:32 UTC

    Quote Anonym: „Wenn es wirklich zutrifft das ich WEISS das shop xyz seit 20 Jahren an selber Ort und Stelle ist, warum sollte ich mir dann die Mühe sparen dort einfach mal vorbeizugehen und das ganze “offline” zu erwerben? Da finden sich Möglichkeiten den Weg ggf. auch mit einem andren zu verbinden wenns gar zu weit ist.
    Auch scheint mir dies alles ziemlich wertlos wenn die Seite dieses Shops “gephisht” wird ;)“

    Möglicherweise könnte der Shop am anderen Ende der Straße, aber auch am anderen Ende der Republik liegen, und für 20 Euro fahr ich nicht einfach mal so eben 1500km….

    Außerdem kann man z.b. in meinem Shop nicht Abholen, denn ich habe kein Thekenverkauf, (Kundenverkehr ist im Wohngebiet von der Gemeinde untersagt).

    Und was bringt dem Phisher es, wenn er einen Shop phisht?, oh, er könnte die Bankverbindung ändern, daher bekomme ich jede Bestellbestätigung nochmal per mail in BCC, da fällt mir das gleich oder zumindest recht schnell auf.

    Überweisung mit falschem Empfängername werden kommentarlos innerhalb 3 Tagen von der Bank zurück gegeben.

    Ich stimme dem ersten Kommentar von T. Dietrich voll und ganz zu.

    Was mich am eigentlichen Artikel stört ist das hier mal wieder Panik verbreitet wird, ich hab noch von keinem einzigen „Betrug“ von sofotüberweisung.de gehört, lediglich, das sie Daten ausspähen, die sie jedoch für die sinnvolle Beurteilung zwangsweise benötigen, und bis jetzt ist mir auch noch nicht bekannt, das diese Daten irgendwo aufgetaucht wären, im gegensatz zu diversten Steuer-CDs die aus der Schweiz oder von sonst wo her aus BANK-Kreisen auftauchen.

    Soviel zum Thema Datenschutz.

    Was in dem Artikel wirklich fehlt sind die brauchbaren alternativ Vorgeschläge zu sofortüberweisung.de

    PayPal das ist Abzocke, kostst fürs Ausland beinahe knapp unter 5%, und ich trage das volle Risiko des E-Geldes.

    5%, das ist nen Batzen bei ner halben Mille Umsatz.

    Ich denke aktiv drüber nach, die PayPal-Gebühren voll dem Kunden zu belasten, und zwar Transparent in der Bestellung, mein Bankkonto kost mich quasi nix, und wenns Geld da ist, hab ich es faktisch und kann mein Liferant damit bezahlen.

    Ich hab kürzlich meinem Lieferanten angeboten das ich Ihn aus Paypal direkt bezahle, er hat nur müde gelacht, und gemeint, ich solle mich nach nem anderen Lieferanten umsehen, und das, wo ich gut 20% seines Jahresumsatzes generiere…. so begeistert ist er von PayPal.

    Noch Fragen?

    Gruß Manne

  7. Ade
    2013-05-05 um 13:56 UTC

    @Dietrich

    Stimme Ihnen in den meisten Punkten zu. Allerdings ist ihre Sichtweise meiner Meinung nach zu einseitig.
    Der Kunde ist kein dummes Tier, sondern so wie wir alle einerseits faul und andererseits überschüttet mit oft konträren Informationen.

    Der Kunde weiß im Zweifel eben nicht, dass Paypal Geld kostet, die Nutzung von sofort-überweisung ebenfalls Geld kostet und fast schon fahrlässig ist, etc…

    Diese Unternehmen verteidigen ihre Interessen und genauso müssen wir eben unsere verteidigen. Gibt es beispielsweise eine Seite, die mal darauf aufmerksam macht, dass durch Bezahldienste wie paypal in letzter Instanz die Preise für uns alle steigen? Auf Kosten eines amerikanischen Großunternehmens? Mir ist keine solche Seite bekannt.
    Könnten sich ein paar Händler mal zusammentun und sowas aufbauen.

    Ebenso, wie die Kunden von diesen Unternehmen erzogen wurden, können wir sie auch umerziehen. Sei es über Hinweise bei den Zahlarten für interessierte Kunden, oder Rabatte bei Nutzung bestimmten Zahlarten für uninteressierte Kunden.

    Der eigentliche Grund für meinen Post ist aber ein anderer:
    In einem Punkt stimme ich Ihnen vollkommen zu – und das betrifft die Banken.
    Wenn diese Institute nicht stockkonservativ wären und erpicht auf die paar % mehr Zinsen, die sie mit der Verzögerung von Zahlungen einnehmen, hätten Anbieter wie paypal oder sofort-überweisung nie Fuß fassen können.
    Wenn eine normale Überweisung statt 1-3 Tagen nur 1-2 Stunden gedauert hätte, wäre es viel schwieriger gewesen, den Nutzen von diesen Anbietern zu rechtfertigen.

  8. 3?
    2013-11-04 um 18:23 UTC

    Es gibt halt viele Händler die Zahlung per Vorkasse-Überweisung und Bestellung über den händlereigenen Shop mitmiesestem Service, Unfreundlichkeit, und dem Behalten von Geld bei begründeten Rücksendungen belohnen. Die gleichen stehen bei ebay-paypal bei 100%. Es haben schon zu viele Leute schlechte Erfahrungen gemacht. Das merkt man auch wenn man was verkauft hat und der Kunde dann sich mit einem Problem meldet – boah wenn der merkt das er an einen guten Verkäufer gelangt ist, wie die sich dann freuen – Oh das ist so schön das man den seinen ganzen bösen Mitmenschen schon fast dankbar ist – ohne die wäre das ja fast normal und könnte nicht so eine Begeisterung auslösen.

    Weiss man mittlerweile ob sofortüberweisung die Daten/Kreditwürdigkeit weiterverkauft?
    Wie lange speichert?

    Wie funktioniert Sofortüberweisung eigentlich in der Praxis, genauergefragt welche Daten erhält der Verkäufer (Kto.-Inhaber? , -Nr. BLZ …?) ?

    • 3?
      2013-11-04 um 19:20 UTC

      ok, da sofortüberweisung eine normale Überweisung tätigt, bekommt der Verkäufer ja eine ganz normale Überweisung mit Kto.-Inhaber, aber was noch alles
      ist bei Paypal ja auch eine Frage

  9. andi
    2014-02-25 um 10:09 UTC

    Toller Artikel!

    denn nur wenige machen sich Gedanken darüber. Und die User im Netz wissen zudem auch nicht, dass solche Zahlungssysteme für den Anbieter Geld kosten.

    Verzweifelt suche ich seit vielen Monaten nach einem einfachen und sicheren Zahlungssystem für ein Mitgliederbereich – fast ohne Ergebnis. Das deutsche Recht verkompliziert die Sache noch zusätzlich.

    Nein und nein, ich will kein PayPal und Co. Keine komplexen Schnittstellen zu einem Zahlungsanbieter mit 10.000 Formulareingaben und undurchsichtigen AGB. Premium SMS fällt leider auch aus, da die Kosten für die Verbindung zum Zahlungsanbieter viel zu hoch sind.

    Schrecklich. Wenn Webseitenbetreiber nach ehrlichen und einfachen Lösungen für seine Kunden und für sich selbst sucht.

    Gruß

  10. thorsten
    2014-03-07 um 18:35 UTC

    Hallo jan,

    habe eben deinen kommentar gelesen, VORHER aber bei „WIMDU“ einen urlaub buchen wollen. als ich dann zum bezahlen etc. wollte, gabs NUR die auswahl, SOFORTÜBERWEISUNG und visa, mastercard etc.
    NICHT die möglichkeit, SELBER u überweisen. wimdu sagt, sie müssen dies eben tun, ich rief da an und sagte, das sei doch genau das, was fishing seiten wollen …
    tüv rheinland etc. bewertet wimdu mit 1,6 + 1,8 also besser eghst eigentlich nicht.

    ich loggte mich ein, gab meine Pin an und es stand da, dass ich nich sofortüberweisen kann. zum glück wahrscheinlich – die sind zwar seriös ( scheinen es zu sein ) aber auf fremden seite seine pin anzugeben ist hannebüchen dachte ich mir (hinteher)
    achso, sie bieten auch paypal an – da meinte ich te. dazu, eine scheiss ebayerfindung, so einen quark nutze ich nicht.

    ich loggte mich dann SELBER bei meiner bank ein ( in meinem konto ) und alles war noch gut – KEIN fremder zugriff. der Mitarbeiter von „wimdu“ meinte, dass sie dann einen betrag SPERREN auf dem Konto, für sich. ich meinte dann, was ist, wenn sich der kunde vertippt hat und nicht 712 euro, sondern 7120! euro eingetippt hat, dann sperrt ihr DEN betrag, mein konto ist tot und ich mein geld los.

    habe danach dann gegoogelt – dennen traue ich auch nicht – NSA & Co – google chrome noch viel weniger – aber egal – und fand deinen thread.

    alles was ich dem mitarbeiter am telefon vorwarf; fishingähnlichkeit, null verschoben beim betrag etc. las ich auch bei dir. ergo habe ich nun mine BANK PIN ONLINE geändert.

    und DANACH nochmal versucht, mit meiner alten pin mich einzuloggen, die fkt nicht mehr.
    ALSO kann also auch niemand mehr meine daten ausspähen bzw. konto abfragen etc.

    Also BITTE schreib diesen thread NICHT als antwort auf deinen thread – SONDERN ergänze auf deinem Thread in DICKGESCHRIEBENENE LETTERN; „…. ein Nutzer menet folgendes … dass die leute FALLS sie dies getanhaben, sofortübrweisung VERSEHENTLICH schon genutzt haben, ihr PIN ONLINE SOFORT ändern sollen/können !!!… “ oder so ähnlich :-)

    da denkt nicht jeder dran, und die, die so bezahlen wollen lesen deinen artikel gar nicht, aber die, die es AUS VERSEHEN DOCH GETAN HABEN, wiseen/denken nun dran, dass sie ihren PIN SOFORT online ändern können, und die „ANDERE SEITE / z.b. WIMDU“ die daten / das konto nicht mehr aufrufen kann.

    ich denke, du hast verstanden, was ich gemeint habe :-)

    Danke für deine schilderung im Thread !!!!

    gruß
    thorsten

  1. 2011-06-21 um 17:01 UTC
  2. 2013-05-28 um 11:20 UTC

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